Samstag, August 26, 2006

Auf Wiedersehen!

mit Schweissblut und Freudentränen, werden wir den Kampf annehmen. In all den Schlachten die wir schlagen, an guten und an schlechten Tagen. Und es ist wiedermal vorbei.

Nein, das ist kein Abschiedspost, weder von hier noch vom Blog noch von irgendwem. Jedoch ist es nicht mehr lange hin, bis der Abschied kommt, bis ich wohl oder übel hier weg ziehen muss. Und ich weiss nicht, ob ich darüber lachen oder weinen soll.

Wir waren gestern im Rock Inn, einer Kneipe die in erster Linie dafür bekannt ist, oft Liveauftritte von mehr oder weniger berühmten Musikern zu haben, dies jedoch, spielt gerade eigentlich keine Rolle. Jedenfalls wurde unsere Runde immer größer und irgendwann gesellte sich auch Anna zu uns. Aha. Na ja, das klingt jetzt alles irgendwie ein bisschen aufgesetzt, nur, wir haben glaub ich gestern so viel geredet wie seit über 1 1/2 Monaten nicht mehr und dieses Gespräch hat mich wiederum nachdenklich und durchaus betrübt gestimmt. Zu Laura meinte ich, dass ich froh bin, wenn ich endlich hier weg bin. Auf gewisse Weise stimmt das auch, jedoch gibt es Dinge die ich einfach vermissen werde. Nichts hat meine letzten zwei Jahre so sehr geprägt wie du, nichts hat mir soviel Leid und mindestens ebenso viel Glück beschehrt. Und jetzt, jetzt ist es bald weg, für immer?

In drei Jahren möchtest du dann studieren. Sicherlich, oder höchstwahrscheinlich nicht in Jena, aber hey, was sind schon drei Jahre. In dieser Zeit kann so viel passieren, viel mehr als in der Zeit, der ich immernoch hinterher trauere.

Aber warum ist da noch so viel, wenn ich dir in die großen blauen Augen schaue? Warum binde ich deinen Schuh zu, ohne mit der Wimper zu zucken? Warum grinst du mich an, wenn du mir eine Zigarette drehst? Bäh Kippen, ich darf erst gar nicht wieder anfangen mich dran zu gewöhnen, dass ab und an eine Kippe OK ist. Ach Gott, das ist doch alles dumm. Es geht hier rein und da raus und es ist immer und immer wieder das Selbe. Das Selbe mit mir. Ich hatte ja echt gehofft, ich müsste dich nach Dienstag so bald nicht mehr sehen, Pustekuchen. Statt dessen tanzt du immernoch vor meiner Nase rum.

Warum gibt es nicht etwas, dass alle ungeliebten Gedanken die einem so im Kopf rumschwirren einfach weg pustet. Wie eine Kugel, die alle Gedanken weg pusten würde. Ich will nicht sagen, dass ich Amnesie gut heiße, oder mich drüber freuen würde. Aber wenigstens unerwünschte Gefühle gegenüber einer Person wünscht man sich manchmal einfach löschen zu können. Auslöschen zu können. Die Zeit mit dir, die möchte ich freilich nicht aus meinem Kopf verbannen, jedoch fehlt mir der Glaube daran, dass ich irgendwann mal etwas vergleichbares erlebe.

Und wieder sehe ich, wie andere ihr "Glück" anspringt, wie sich irgendwelche hässlichen Typen mit sonst wem rumbeißen, wie andere ihre Freundin offensichtlich betrügen, weil sie sexgeil sind, wie für andere ein Licht aufgeht, ein kleines Licht in der Dunkelheit. Ja, klar, das mit dem Betrügen ist jetzt nur indirektes Glück, aber das diesem Typen überhaupt die Möglichkeit dazu geöffnet wird, das ist doch das traurige, nein tragische an der ganzen Geschichte.

Ach Fuck Off. Au revoir, Good Bye, ciao, leckt mich alle. Ich werde nachher meinen Frust in CD käufen ersaufen, und darauf hoffen, dass das Wetter noch ein bisschen besser wird.

"Ich hatte Hoffnung, Josh. Du weisst was Hoffnung ist, oder?"

2 Kommentare:

Robby hat gesagt…

'n Eintrag, der mir ehrlich mal gefällt - ja sogar Gänsehaut über'n Körper gejagt hat, wahrscheinlich, weil ich die Gedanken und alles viel zu gut kenne... ;) :trost:

Anonym hat gesagt…

Denk dran, dass wir für dich da sind wenn du uns brauchst ;)