Montag, Juni 11, 2007

Go and kill yourself

Zum Dank dafür, daß die Sonne sie bescheint, werfen die Dinge Schatten.
B. Brecht

Wie genau man nun das hier verstehen sollte, weiß ich erhlich gesagt selber nicht aber der Satz hat was, so finde ich.

Nachdem die Überschrift nun doch sehr pessimistisch ist und mein Tag sich weder postiv noch negativ bewerten lässt muss ich sagen, dass es pure Provokation ist.

Angefangen hat das ganze heute mit einem leckeren Frühstück, anschließend Unikram packen und auf ging's zum Bahnhof. Dort hatte mein Zug dann ca. sieben Minuten Verspätung, in Erfurt warens dann schon neun und in Weimar kam er erst an, als der Anschlusszug schon weg war. Unglaubliches dankeschön an die Bahn, sowas hab ich noch nicht erlebt! Der Anschlusszug hätte wirklich nur sechs Minuten in Weimar warten müssen, planmäßige Abfahrtszeit war 10.19 und ich und der Rest waren 10.25 in Weimar. Da ein ICE Richtung Leipzig 15min Verspätung hatte hatte ich schon die Befürchtung, dass auch die RE zu spät kommt. Also holte ich mir sicherheitshalber eine Bescheinigung für die die freundliche Bahnangestellte zwei Minuten brauchte, ich aber gute 20 anstehen durfte. Die Schlange hinter mir wurde jedenfalls auch nicht kleiner.

In Jena dann auf dem Gang Andrea getroffen, die auf Henni gewartet hat. Kurz gequatscht und sicherheitshalber am Raum vorbei und in mein Seminar. Sicherheitshalber weil... na ja. Jedenfalls anschließend Essen gegangen, in der vollen Mensa ein Platz gesucht, steht Henni vor mir "du kannst dich auch neben mich setzen!" Jegliches Kommentar gibts irgendwo anders.

Na ja, alles soweit so gut, war der Tag gar nicht so schlimm, was aber wohl eher daran liegt, dass ich nicht weiß, was ich mal wieder von mir und all den Dingen um mich herum halten soll. Man könnte fast sagen, gut und böse haben sich heute mal die Waage gehalten, obwohl es mir bei der Fülle an Aufgaben die ich zur nächsten Woche allein heute bekommen habe graut und ich auch nicht weiß, ob die Woche noch irgendetwas positives haben wird. Zumindest nicht bei meinem Glück, oder bei meinem Willen solches zu schmieden.

Es ist ein komisches Gefühl nicht zu wissen woran man bei sich selber ist. Nicht zu wissen, ob man etwas will, oder nicht will, ob man für etwas bereit ist oder ob man angst davor hat, dass es passiert. Nicht zu wissen, wie man fühlt, oder nicht fühlt, wie man über etwas denken soll, oder sollte man gar nicht drüber denken? Na ja, jedenfalls bin ich arg verwirrt im Moment, aber vielleicht ist das besser, als zu wissen wie man eigentlich fühlt.

Unsichtbar macht sich die Dummheit, indem sie sehr große Ausmaße annimmt.
B.Brecht

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Das ist echt ein schöner Eintrag... entweder liegt es daran, dass ich total übermüdet bin weil ich grad erst von der Uni gekommen bin oder was weiß ich. Denn selbst die Brecht Zitate gefallen mir... dickes Bienchen ins Muttiheft

*du weißt von wem...*