Sonntag, Juli 29, 2007

Souvenir

Mein ganzes Zimmer ist voll mit Dingen, die mich erinnern, die mir nichts als Erinnerung einbringen. Andenken, welche ich hier stehen und liegen und an der Wand habe, Dinge, die ich nie im Leben weg tun würde, weil sie, auch wenn vielleicht nicht mehr, doch irgendwie hier her gehören.

Eigentlich ist das ganze Zimmer eine einzige Erinnerung. Sei es nun meine rote Wand hinten, mein PC unterm Schreibtisch, Audrey Hepburn die auf einem Geburtstaggeschenk steht, Tickets, Aufkleber, Plakate, Bücher, einfach alles ist mit etwas verknüpft. Über das eine freue ich mich im Moment mehr, über das Andere weniger.

Worauf ich eigentlich hinaus wollte, oder was mich eigentlich zu diesem Eintrag geführt hat, ist die Tatsache, dass ich viele Dinge hier habe, viele Geschenke, die ich nicht verdiente, und trotzdem jetzt mein Eigen nenne. Und ich bereue es für nichts, nichts ausser meine Liebe, hier so belohnt wurden zu sein, vorallem wenn ich bedenke was ich im Gegenzug verschenkt habe, dass Erinerung an mich gegen Null gehen dürfte.

Bin ich jetzt eigentlich darauf neidisch oder sollte ich mich freuen? Nein, für's freuen ist das alles hier zu ernüchternd. Ich würde gerne aber ich kann diese Dinge nicht ansehen und mit freuden zurückblicken. Noch nicht. Oder doch, ich kann mit freuden zurück blicken, weil die Momente schön waren, aber ich kann mich nicht vor dem Jetzt verstecken und eigentlich sollte ich diese ganzen Dinge zur Überinnerung hier entfernen. Aber das geht nicht, sind sie doch einfach zu schön und die Erinnerung irgendwie auch.

Ich hatte nie drum gebeten, es auch nie erwartet, mich selber immer unsicher gefühlt und gleichzeitig beschämt wenn meine Mama ankam: "Verschenk das doch." Angst das es nicht gefallen könnte, angst nicht das aussagen zu können was ich nicht damit, sondern lieber direkt sagen wollte. Nur warum mach ich mir dann jetzt Gedanken drum, ob ich nicht besser doch anders gehandelt hätte? Vielleicht weil ich der ( festen ) Meinung bin, all die Dinge nicht verdient zu haben. Schließlich kann und sollte man Liebe nicht erkaufen, Zuneigung aber trotzdem verschenken, uneigennützig. Was nicht bedeuten soll, dass ich das nicht bekam. Egal!

Im Übrigen, was ich nicht leiden kann, und wie ich diesen Eintrag ursprünglich nennen wollte nämlich "Unterdrückt (XX)", sind Leute die einen anklingeln aber deren Nummer unterdrückt ist. Weil irgendwie verfehlt das den Sinn des Anklingelns und ich werde nur unnötig neugierig und schieb mir sonst was für Filme. Hatte nämlich gestern neun "Anrufe" auf dem Handy bei dem ich nicht einen entgegen nehmen aber auch nicht zurück rufen konnte. Bis Tobi um eins irgendwann mal versucht hat ran zu gehen, dann hatte es aber aufgehört.

np: Silverchair - Shade

However, ich höre noch ein wenig Silverchair, freu mich innerlich über Fussball gestern, hoffe, das es klappt mit Martin aufs Highfield zu fahren und beende das Ganze hier mit einem letzten Gedanken.

"I wandered lonely through the crowd"

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