Dienstag, August 14, 2007

Fluchtgedanken

Sie riss ihre Augen auf. Ein Geräusch von unten weckte sie aus ihren verwirrenden und beängstigten Träumen. Scheiße, sie sind da! Schnell stand sie auf, zog ihr dunkelrotes, Faltenkleid über, ihre schwarzen Lederstiefel an und begann sofort mit dem, was zu tun war. Der Tag würde kommen, das wusste sie. Viel Zeit blieb ihr sicherlich nicht mehr, bis sie nach oben kamen. Ihr Plan war minutiös durchdacht und in wochenlanger Denkarbeit ausgearbeitet wurden. Neben ihrem Bett stand eine alte Holzkiste mit Vorhängeschloss. Den Schlüssel trug sie um den Hals. Sie öffnete die Kiste und nahm eine in etwa 1,60m große Puppe raus, die mit einem roten, weiten Kleid bekleidet war. Von unten waren schreie zu hören. Wo ist sie? Los! Langsam stieg ihr Puls merklich an. Jetzt musste alles sehr schnell gehen, sie öffnete die Tür einen Spalt um zu gucken, ob jemand in der Nähe ist, ging zurück zum Fenster riss es auf, lies einen Schrei los und schmiss die Puppe aus dem Fenster. Gegenüber ihres Zimmer befand sich ein kleiner Abstellraum der perfekten und freien Blick auf die Holztreppe, die in die untere Etage führte, zu lies. Zügig, aber auf leisen Sohlen schlich sie sich in den Abstellraum und lies die Tür ein wenig offen um sehen zu können, wann sie das Zimmer betraten. Das Knirschen der Treppe war zu hören, vielleicht drei oder vier Leute kamen hoch gelaufen. Da oben, ich hab was gehört! Ihr Atem stand still, das Herz raste. Da drin, von da kam das, hörte sie einen sagen. Die Männer rammten die Tür auf und blickten mit erstaunten Gesichtern auf das offene Fenster. Die wird doch nicht gesprungen sein? Dummes Kind! Ein lautes, krachendes Lachen erschütterte den Raum. Jetzt war der richtige Zeitpunkt. Blitzartig rannte sie aus ihrem Versteck, schleuderte die Tür zu ihrem Zimmer zu, rammte den Schlüssel ins Schloss. Klack, klack, und die Tür war verschlossen. Nichts wie weg hier dachte sie, rannte die Treppe hinunter, warf dabei einen Kellner und sein Tablett um und verschwand zur Tür heraus. Draußen war es heiß und trocken. Der Wind peitschte durch die Straße. Die Leute schienen nichts von dem Trubel, der eben statt gefunden hat, mitbekommen zu haben. Es würde nicht mehr lange dauern, bis sie sich aus ihrem Gefängnis befreit hätten. Ihre Rücksichtslosigkeit war ja bekannt. Ein Blick rechts, dort standen die Pferde, auf denen sie kamen, ein Blick links, stand ihres. Stand, da es allem Anschein nach von ihnen abgeschlachtet wurde. Die Frage, woher jetzt ein neues Pferd her zunehmen war, stellte sich nicht lange und sie sprang auf eines der rechts von ihr stehenden auf. Sie wusste wohin sie musste. Es war ihre einzige Chance. So schnell sie die Pferdehufen trugen, ritt sie aus der Stadt. Fürs Erste war sie wiedereinmal auf der Flucht. Nur vor wem, da war sie sich wiedermal nicht sicher.

1 Kommentar:

Robby hat gesagt…

Sorry, aber dein Viererkommando sind Kackboons :ugly:²