Donnerstag, September 06, 2007

Gedankenschienen

Selten habe ich so viel Ruhe, um meinen Gedanken freien Lauf zu lassen, wie im Zug. Möglicherweise liegt das daran, dass ich soviel in selbigen unterwegs bin. Heute ist so ein Tag, an dem ich persönlich hätte noch Stunden fahren können. Einmal mit Laura Dresden und zurück, vielleicht nochmal nach Berlin hoch, das alles wäre mir total egal gewesen, hauptsache weg!

Schande über mein Haupt, dass ich nicht in der Lage bin, eine Hausarbeit durchzuziehen. Ich könnte mich schlagen dafür, aber davon würde sie auch nicht geschrieben werden. Wenn ich wenigstens nicht eine Stunde zur Bibilothek hätte und ich dort mal auch auf angemessene Literatur stoßen würde, wenn es nicht meine erste Hausarbeit wäre und ich zumindest mal layouttechnische Vorgaben hätte, wenn, ja wenn ich nicht so stinkend faul wäre, würde das vielleicht was werden.

Nun denn, dazu kommen wohl Anfänge einer gewissen Herbstdepression, die wohl erst mit dem ersten Schnee wieder verschwinden wird. ( *g* ) Auch wenn, ja auch wenn eine Naricht heute mich doch erfreut hat, auch wenn ich noch antworten muss.

Meine beiden IKEA Regale und die Pinnwand, welche schon mit Flyern, Autogrammen, Glücksengeln und grünen Hasen, so wie Konzertticktes und zwei Federn bestückt ist, haben immer noch nicht ihren Weg an die Wand gefunden. Einmal scheitert es am passenden Ort, denn sich zwischen drei Wänden zu entscheiden, ist gar nicht so leicht, ( ^^ ) und am
Enthusiasmus meines Dads und meiner Wenigkeit.

Gestern habe ich mir mal wieder CDs bestellt, "Anajo - Hallo, wer kennt hier eigentlich wen?" und "Beatsteaks - 48/49." Keine Lust jetzt zu verlinken. Interessiert eh keinen.

Wie dem auch sei, ich wollte heute ja eigentlich wenigstens mal mit Schreiben anfangen, aber hey, wenn man keine Ahnung hat, kann man auch nicht schreiben. Ich wünschte ich wäre zwei oder drei Jahre weiter, egal ob mit Abschluss oder nicht, aber wenigstens mit einer Aufgabe. In einem Büro sitzen, Artikel schreiben über Dinge, von denen ich auch Ahnung habe und dafür bitte auch Geld bekommen. Daheim einen sicheren Stand haben, der mich motiviert und für mich da ist und für den ich da sein darf. Aber nö, vor dem "Vergnügen" kommt ja bekanntlich die (Haus - ) Arbeit. Ich hab vorhin auch nochmal ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, nach Dresden zu gehen. Vielleicht dort mit Journalistik anfangen oder keine Ahnung. Vorallem, weil ich hier nicht das Gefühl habe mich, so wie es nötig ist, hinter mein Studium zu setzen.

Na gut, genug geschwafelt.

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