Bin ich langweilig? Ich weiß, das ist eine doch eher seltsame Frage aber in den letzten zwei Wochen musste ich sie mir einfach stellen. Dazu kamen zwar noch andere Überlegungen, die ich hier aber ungern beschreiben würde, oder besser sollte.
Ich mein klar, ich bin wohl nicht der hässlichste Mensch der Welt, ich bin doch recht zuvorkommend, ich würde mich durchaus als humorvoll bezeichnen, ich bin aufgeschlossen gegenüber Neuem, ich bin spendabel, den richtigen Personen gegenüber, ich bin höflich, kann gut zuhören und versuche meinen Senf so dazu zu geben, dass es nicht aufdringlich klingt, aber macht mich das alles auch interessant?
Ich würde nie meine Freundin betrügen können, selbst belügen würde mir weh tun. Ich kann auch nicht versuchen, Recht zu behalten, wenn mein Gegenüber anderer Meinung ist, lieber geb ich zu einen Fehler gemacht zu haben, als auf meinem Standpunkt zu bleiben, vielleicht nur um Stress zu vermeiden. Auch wenn ich wohl durchaus diskussionswillig bin und bei sowas auch schnell zickig werden kann. Bitte, wenn irgendetwas nicht stimmt, oder ich übertrieben habe oder so, dann sagt es bitte. Ja ich weiß, manchmal bin ich auch echt gemein und fies, ja einfach ein Arschloch, aber ich meine es nie böse, wenn ich kleinere Witze über was auch immer mache!
Aber trotzdem oder gerade des wegen habe ich das Gefühl dass ich irgendwie keine Herausforderung bin. Das man mich zwar symapthisch, ja nett, findet, aber ich eigentlich nur der nette Typ von Nebenan bin. Mit dem man reden kann, den man auch vielleicht ganz süß findet, der aber auf dauer viel zu einfach ist. Zu unkompliziert.
Aber warum? Warum sollte ich so tun, als würde es ein Konkurenzkampf um mich geben, als wäre ich es wert, mehr zu investieren als andere. Nur um mich interessanter zu machen? Denken Frauen so? Was ich will ist einfach jemand den ich lieben kann, so wie sie ist, und die mich liebt, so wie ich bin. Und nicht jemand flachlegen, um mein Ego aufzupolieren oder der puren Lust wegen. Dafür ist mir doch letztendlich meine Zeit zu schade, Zeit die ich mit jemand verbringen könnte, die das auch verdient hat. Aber wenn das Gegenüber irgendwann beginnt zu denken, dass sie schon alles gesehen hat, weil ich eben nicht die Seite wechsel, weil ich nicht versuche durch stumpfsinnige, verletzende Aktionen Feuer in was auch immer zu bringen, dann bin ich wohl machtlos. Obwohl dann ja genau das Gegenteil eingetreten ist, von dem ich wollte das es passiert.
Es ist nur schade, dass ich dies jetzt öfter gesehen habe. Und irgendwie fühl ich mich schuldig, weil ich das Gefühl habe, nicht interessant genug gewesen zu sein, um das zu verhindern.
Na ja. Eigentlich wollte ich noch ein Rezension zu Kate Nash - Made of Bricks schreiben, aber dies folgt ein ander Mal. Auch wenn meine Gedanken im Zug dazu doch ganz gut waren. So far.
Das sich wundernde Mäxchen, dass heute verlernt hat, richtig zu tippen und sich fragen stellt, auf die es ja doch keine Antwort gibt. Mit lachendem und weinendem Auge. ;)
Dienstag, Januar 22, 2008
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5 Kommentare:
"Aber trotzdem oder gerade des wegen habe ich das Gefühl dass ich irgendwie keine Herausforderung bin."
Deinen eigenen Ausführungen zufolge würde ich das bejahen.
So wie du dich beschreibst, scheinst du genau dem zu entsprechen, was sich viele Frauen wünschen würden.
Bis sie eben so einem wie dir begegnen und plötzlich merken wie "langweilig" das ja ist und dass "Arschlöcher", die sie links liegen lassen und einfach scheiße behandeln, viel anziehender sind...
Als ich deinen Eintrag gelesen habe, fand ich dich ganz und gar nicht langweilig.
Aber ich kann mir gut vorstellen, dass es eben (in der Praxis) genauso so ist wie du es beschreibst. Dass du keine Herausforderung bist, weil du eben nahezu "perfekt" bist. Wahrscheinlich brauchen Frauen irgendwas zu meckern oder (Beziehungs-)Stress, damit sie sich bei der Freundin ausheulen können. Und wenn sie keinen Grund dazu haben, ist es langweilig. Wer weiß.
Versteh' einer die Frauen. Versteh' einer die Männer...
Oh, Schaf, hallo. :D
Man kann ja eigentlich nur hoffen, dass sich sowas mit dem Alter legt und auch Frauen und auch Männer eher was haben wollen, an dem sie festhalten können.
Und wer weiß schon, ob es nicht doch einiges an mir zu meckern gibt, ich kann zumindest nachvollziehen, dass eine Beziehung die gut läuft schneller zum Alltag wird, als eine, in der es häufiger Konflikte gibt. Vielleicht ist die emotionale Bindung bei streitenden Paaren auch stärker. Hab nen Kumpel, der war 3 Jahre mit seiner inzwischen Exfreundin zusammen und die beiden hatten sich regelmäßig abartig in der Wolle. ( Ich erwähne nur Gabel + Arm ) ... So who knows, versteh eine zwischenmenschliche Beziehunge... :rolleyes: :)
Festhalten ja, aber nicht einschlafen. Zumindest nicht ständig ;)
Konflikte gehören zu einer ordentlichen Beziehung dazu. Sie validieren und bestätigen das Zusammensein. Man wächst an Krisen - egal ob gemeinsam oder im Endeffekt nur alleine.
Kenne sogar einen, der bewusst Auseinandersetzungen heraufbeschwört oder sie zumindest nicht krampfhaft verhindert. Finde ich gut. Nichts ist schlimmer als routinierte Langeweile. Man braucht Feuer - Leben - Reibungsfläche. Was sonst macht das Leben lebenswert?!
Ohne Konflikte/Herausforderung keine Entwicklung. Stillstand. Ich für meinen Teil will mich weiterentwickeln.
Ich sag ja auch gar nicht, das Konflikte nicht in eine Beziehung gehören oder dass ich ihnen zwanghaft aus dem Weg gehen wollen würde. Nein, du hast ja absolut recht, wenn man über bestimmte Dinge nicht redet, kommt man nicht weiter. Aber eigentlich hat man einen Partner um sein Wissen seine Gedanken und Gefühle zu teilen und auszutauschen damit am Ende was besseres bei raus kommt. Aber Streitereinen anzetteln oder unnötig hinauszögern muss ja auch nicht sein. Macht nun wirklich keine Spass sich anzuzicken...
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