Bei denen war ich nämlich am Wochenende zu Besuch und durfte am Elbufer mein zweites Konzert erleben. Am Freitag, gegen 13:45 Uhr, ging es aus Jena los, Tobi holte mich mit dem Auto ab, und wir fuhren, mit einem kleinen Zwischenstop bei Chemnitz um was zu essen, durch bis nach Dresden, wo man sich trotz Wegbeschreibung ersteinmal verfuhr. Dies war aber nicht weiter tragisch, denn zu Lauras Wohnung, WG, oder von mir aus auch Zimmer, fanden wir schließlich doch und wurden herzlichst begrüßt. Nach kurzem Aufenthalt stieß dann Fabi zu uns und wir machten und auf den Weg in die Stadt, bzw. an die Elbe.
Das Konzert begann kurz nach 18:00 Uhr mit der lebenden Legende Blowfly, die oder den hier aber keiner kennt und dessen Auftritt vom Publikum mit Buhrufen und Müllattacken unsanft begleitet wurde. Fremdschämen war angesagt; hatte ja schon vor geraumer Zeit geschrieben, dass ich nicht glaube, dass Blowfly bei den DÄ-Fans besonders ankommen würde und ich sollte Recht behalten. Um 20:30 Uhr begannen dann die Ärzte und Bela kam, glücklicherweise, nicht drum rum, nach den ersten beiden Liedern vom Publikum eine Entschuldigung gegenüber Blowfly zu verlangen und auch die Zettel, die am nächsten Tag am Gelände hingen, bescheinigten uns, dass wir dieses Müllwerfen und Ausbuhen nicht alleine scheiße fanden. Das Konzert verlief dann wie es zu erwarten war, bis auf einen kleinen blauen Fleck an der Hüfte blieb auch alles heil, trotz dass das Publikum, mir zumindest, wesentlich rabiater und härter vorkam, was nicht nur an den vielen Wall of Death versuchen sondern auch an den vielen Idioten lag, die schubsten, schlugen und ohne Rücksicht pogten. Nachdem die Band unter dem Playback von Vorbei ist Vorbei entgültig von der Bühne verschwunden war machten wir uns auf den Weg in die Neustadt. Dort tranken wir noch eine Kleinigkeit und schlufen gegen halb Vier allesamt bei Laura ein.
Samstag wurde nach ausgiebigem Schlaf gefrühstückt und anschließend durch Dresden flaniert bis Laura zur Arbeit musste und Fabi, Tobi und meine Wenigkeit in Fabis WG gingen und dort Bier tranken und kochten. Anschließend machten wir uns auf den Weg zur Farin Urlaub Bridge, die aber restlos überfüllt war, so dass man kaum noch durch kam und wir uns entschlossen uns ans Elbufer zu setzen und von dort, und mit der wunderbaren Kulisse der Dresdner Altstadt, aus zu lauschen.
Insgesamt gefiel mir die Setliste mit Ein Sommer nur für mich, Nie wieder Krieg, nie mehr Las Vegas, Blumen, Nur einen Kuss, der Optimist und Manchmal haben Frauen... besser als Freitag, auch wenn Antizombie, Radio brennt und Nichts in der Welt sowie Studentenmädchen das ganze ein wenig wett machten. Aber was beschwere ich mich, schließlich ist das Liedrepertoire der DÄ so groß, dass sie unmöglich alles das spielen können, worauf man gerade Lust hat.
Wie dem auch sei, auch Samstag sind wir, zusammen mit Hannes und Arlette, die Karten für den Fünften hatten, anschließend noch etwas trinken gegangen und fielen letzendlich irgendwann ins Bett. Damit war das WE schon rum, Tobi und ich fuhren wieder heim und der Unialltag begann.
Ich bezweifel, dass es rüber kommt, mit wie wenig Lust ich diesen Bericht verfasst habe, aber so schreibfaul, wie die letzten Wochen, war ich schon lange nicht, dabei würde ich gerne eine Rezension zu Blood Red Shoes - Box of Secrets schreiben, wo mir dieses Album doch so gut gefällt, wie schon lange keins mehr. Nur, um es mal kurz anzureißen:
Es ist tanzbar, es rockt, es ist textlich ausgereif, es ist musikalisch relativ einfach gehalten und genau deswegen so gut! Natürlich ist es kein ultimatives Meisterwerk und es gibt auch schwächere Lieder auf der CD, aber I wish I was someone better, You bring me down, Say Something Say Anything und It's getting boring by the sea machen viel wett.
Wenn mir jetzt noch meine Klausuren gelingen, der RWE halbwegs erfolgreich in die Saison startet und ich bis zum Highfield nicht mehr befürchten muss, alleine im Zelt zu schlafen, dann wäre im Moment eigentlich alles im grünen Bereich, oder ich wäre Arzt... oder eine Currywurst.

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