Mittwoch, Juni 17, 2009

Der erste Kuss

Die letzten Wochen hätten eigentlich genug Anreiz geliefert, ausführlich und voller Enthusiasmus zu schreiben, aber wie so oft wären dabei nur negative oder zumindest nicht ohne Einschränkung positive Dinge bei raus gekommen. Trotzdem möchte ich nur als kleine Einführung ein paar Stichpunkte geben und beginne dabei rückwärts in der Zeit, also mit dem letzten Wochenende:

Wiedermal verschlug es mich zu Laura nach Dresden, die eine Einweihungsparty in ihrer neuen WG veranstaltete. Buffel und ich fuhren Samstagmittag los, feierten bis in die Nacht mit vielen netten Leuten, machten am nächsten Tag eine kleine Radtour zur Elbe, trafen uns mit Fabi und fuhren Abends wieder nach Hause. Besonders erwähnenswert ist eigentlich nur Lauris Mitbewohner Jakob, der nicht nur ebenfalls RWE Fan ist, einen ausgezeichneten Musikgeschmack hat sondern auch noch andere Dinge mit mir teilt, sowie eine Freundin einer Freundin aus Suhl, die ich sehr niedlich fand. Na ja, die Welt ist klein, und trotzdem wird man sich sicherlich nie wieder sehen. Sicher besser so.

Dafür gab die letzte Woche wenig Anreiz zur Freude. Wiedermal schickte mir das Akademische Prüfungsamt einen Umschlag ins Haus, in dem mir mit Exmatrikulation gedroht wurde. Heute läuft übrigens die Frist für den Härtefallantrag aus, aber zum Glück werde ich zum nächsten Wintersemester eh mein Studiengang und damit auch mein Fach wechseln. Scheiß Uni, kann mich mal.

In der selben Woche hielt ich nun auch mein Referat mit Jule, welches für die verhältnismäßig wenige Arbeit, die ich reingesteckt hatte ( zwei Abschnitte in zwei Büchern) ein ziemlicher Erfolg war. Zumindest haben wir unsere Zeit weit überschritten und es wurde effektiv und angeregt diskutiert. Schade, dass ich dafür wohl bei Jule endgültig in Richtung "Friendzone" abgerutscht bin. Ich finde sie ja trotz ihres Musikgeschmack wirklich toll, aber mir hätte wohl schon ihr Geburtsdatum zu denken geben sollen.

So weit, so gut, bleibt noch die Sache mit dem Titel: Als ich gestern im Bett lag und mir wiedermal diverse Gedanken durch den Kopf gingen, fiel mir auch ein, dass ich jedesmal, wenn ich vor dem Eingang des UHGs stehe an diesen ersten Kuss zwischen Henni und mir denken muss und ich bemerkte, dass dieser Moment immer gleich ablaufen dürfte:
Man liegt sich mehr oder weniger in den Armen, spürt die Hände des Anderen auf dem Körper oder als Frau evtl. im Gesicht, blickt sich tief in die Augen, spürt den Atem und den Herzschlag des Gegenüber, vielleicht auch nur seinen eigenen, langsam nähern sich die Köpfe aneinander an, erst berühren sich die Stirn oder die Nasen, man zuckt vielleicht nochmal zurück, lächelt sein Gegenüber an bis man die Augen schließt und sich die Münder langsam und behutsam aneinander pressen. Awesome!

Wenn ich heute solche Leute sehe, nehm ich reiß aus und denk mir "sucht euch ein Zimmer" aber ich weiß, dass das nur der Neid ist und die verschmähte Erinnerung und die Sehnsucht.

Dafür gibt es jetzt noch einen kleinen Ausblick auf das Wochenende, denn morgen Früh um Acht geht es zum Hurricane Festival 2009. Normalerweise hätte ich wohl schon meinem persönlichen Zeitplan hier gepostet, aber da ich jetzt noch meine Sachen packen muss und heute Nachmittag Uni habe, bleibt mir dafür keine Zeit. Trotzdem freue ich mich auf das Wochenende und bin gespannt, auf die Dinge, die mich erwarten.

2 Kommentare:

Robby hat gesagt…

"Ich finde sie ja trotz ihres Musikgeschmack wirklich toll, aber mir hätte wohl schon ihr Geburtsdatum zu denken geben sollen."

:ugly: - vor allem der erste Teil :D

Schaf hat gesagt…

"Man liegt sich mehr oder weniger den Armen [...] Awesome."

Das hast du schön geschrieben :)