Sonntag, Dezember 03, 2006

Lustlosigkeit

Ich erwische mich gerade dabei, wie ich auf nichts mehr lust habe. Ich fühle mich gerade wirklich antriebslos, müde, kaputt, zerstört; doch woher dies kommt, kann ich nicht ergründen.

Dabei gibt es doch so viel, das ich jetzt zu tun hätte.
Ein Text transkribieren;
Diderot lesen;
Zimmer aufräumen ( kommt immer gut! );
einfach nur schlafen.

Wieso fühle ich mich gerade bei allem was ich tue so unsicher? Wieso muntert es mich nichtmal auf, mit Henni über ICQ zu reden? Unsicher? Ja, ein Gefühl, das dich daran zweifeln lässt, ob alles was du im Moment tust, oder auch nicht tust, richtig ist. Es ist nicht so, dass ich gerade daran zweifle den richtigen Studiengang ausgewählt zu haben, aber die Phonologieaufgaben heute waren so dermaßen frustrierend. Auch die Diderottexte lesen sich nicht von alleine. Überhaupt. Ich weiss im Moment nichtmal so genau, was ich hier doch eigentlich schreiben will.

Mit einem ironischen, nahezu sarkastischem Lächeln, muss ich daran denken, dass es noch bis Dienstag dauert, bis ich wieder neue Kraft bekomme. Aber auch daran kann ich nicht so recht glauben. Was ist, was ist wenn sich wirklich wieder alles im Kreis dreht? Oder wenn es nicht funktioniert? Ich zweifle nicht an meinen Handlungen, an meinem Tun. Jedoch habe ich Angst davor, dass es mich nicht glücklich macht?!

Anna?

Nein... Das ist es nicht, hoffe ich. Wenn doch? Pech!
Vielleicht gibt es jetzt schon kein zurück. Wir sind Teil eines Ganzen, das größer ist, als du und ich!
Schicksal
Ja?
Nein?
Vielleicht?
Bitte entscheiden sie sich jetzt! Nein, kein sinnloses Nachgedenke, keine Fragen, einfach machen! Aber wieso ist es nicht so leicht? Why not?
Wieso beschleicht mich das Gefühl, dass da noch was ist? Ich möchte nichts unterstellen. Die Erfahrung hat mich gelehrt, im Internet vorsichtig zu sein. Ich bin es aber nicht. Sie hat auch schon unsere Schulhomepage gefunden. Ist das eigentlich normal? Ich käm nie auf die Idee ... Stalking. Männer kommen dafür ins Gefängnis.
Nein, halt, so ist es nicht. Ich freue mich bis zu einem gewissen Punkt über diese Art von Aufmerksamkeit. Jedoch, jedoch sind da schon, wie den ganzen Tag über, Zweifel, Schwierigkeiten, die mir die Lust rauben.
Ist es der kleine "Ich bin nie zufrieden Mann" in meinem Kopf? Bin ich ein Nimmersatt? Oder habe ich einfach Angst vor Veränderungen? Ja, den Zusammenhang zwischen Unzufriedenheit mit dem Jetzt, und der Angst vor der Änderung des Jetzt hat etwas paradoxes. Oder es ist paradox. Genau dass ist es was mich daran zweifeln lässt.
Was will ich?
Ja!
Nein?
Vielleicht.
Bitte kreuze an! Besser gestern als heute.
100% Gewissheit ist Utopie, aber für den Moment, für jetzt möchte ich, dass mir die Lust wieder gegeben wird.
Ich, looking forward ...

1 Kommentar:

Robby hat gesagt…

Heulpost :fs:

"Die Erfahrung hat mich gelehrt, im Internet vorsichtig zu sein. Ich bin es aber nicht. Sie hat auch schon unsere Schulhomepage gefunden. Ist das eigentlich normal? Ich käm nie auf die Idee ... Stalking. Männer kommen dafür ins Gefängnis."

Darüber musste ich lachen :D

Und das "looking forward..." ist geklaut, sieht man schon da dran, dass es kursiv geschrieben ist - ich such mal entsprechenden Blogeintrag raus :D