StudiVZ, myspace, lobbyisten.de oder wie diese komische Seite auch heißen mag, deren Werbung schon seit geraumer Zeit über die TV Bildschirme flimmert, sind alles durchaus praktische Internestseiten, alles, wie man so schön sagt, Web 2.0 Seiten, die im Grunde nur ein Ziel haben: Ständig ihre Community erweitern und vergrößern um, letztendlich kann mir keiner erzählen, dass dem nicht so ist, Informationen über die User zu sammeln und werbewirksam einzusetzen, aber natürlich auch, um eine Plattform zu schaffen, über die man sich austauschen und verbinden kann.
Soweit so gut. Ich bin ja selber im StudiVZ angemeldet und in diversen Gruppen vertreten. Nur ist mir, nachdem gamestar. de an diesem Wochenende ebenfalls ihren Aufbau zu einer Web2.0 Seite gewandelt hat um "näher an der Community zu sein" und den unmengen anderen Webportalen nicht hinterherzuhängen, aufgefallen, dass sich das Individuum in die Masse eingliedert, ein Teil von ihr ist, dies zum Beispiel durch Gruppen im StudiVZ oder jetzt neu Clubs auf gamestar.de zeigt, gleichzeitig damit aber seine Individualität herausstellen will. Wenn das mal kein Anachronismus ist, was dann?
Nochmal ohne Schachtelsatz: Die Gruppen im StudiVZ beschreiben die Benutzer meist besser, als es das Profil kann. Der Mensch, der dies liest findet wohl bei keinem Menschen die selben Gruppen, weil jeder anders ist, jeder etwas besonderes ist, aber dies zeigt, in dem er sich freiwillig der Masse, in dem Fall den anderen Benutzern, die sich bestimmten Gruppen auch zugehörig fühlen, unter-, oder einordnet.
Ich persönlich schließe mich da wie gesagt nicht aus, finde es aber dennoch interessant. Wiseo muss ich anderen zeigen, was ich bin, in dem ich mit anderen, die ebenfalls eine Besonderheit haben, eine Gruppe gründe? Oder anders gefragt, wieso funktioniert das so gut? Wieso surft man durch's StudiVZ und denkt sich: "Hey, in dieser Gruppe bin ich" oder "hey, das trifft eigentlich auf mich auch zu"? Und wenn man sich jetzt einmal die Ausmaße vor Augen hält, die myspace, studiVZ und co. bereits angenommen haben, wie viele tausend Benutzer in der Anonymität der Masse ihre Besonderheit rausstellen, dann ist das wirklich faszinierend.
Und das ganze System funktioniert nur, weil Anonymität und Individualität perfekt ineinander greifen. Die Masse unterstützt den Einzelnen, der Einzelne stützt die Masse. Klingt klasse!
Trotz alle dem versteh ich die Leute, denen das nicht gefällt, die der Meinung sind, dass die Gefahr, dass der Einzelne und seine Daten missbraucht werden, in diesem System viel zu groß ist. Aber jeder kann immer noch selber entscheiden, wie viel er preis gibt, wie viel Individualität er zu lässt... um sich abzuheben?
Just my 2 cent.
Das kleine Mäxchen, dass nicht immer so recht weiß, wo ihm zur Zeit der Kopf steht, der aber nicht darüber bloggen kann und sich deshalb auf andere Dinge kontzentriert. =)
Dienstag, März 18, 2008
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
1 Kommentar:
Ich verweise auf die ODT.
:D
Kommentar veröffentlichen