Montag, März 24, 2008

Das Runde muss ins Runde

Fussballweisheiten haben selten einen hohen lyrischen und inhaltlichen Wert:

"Im Mittelfeld gibt es eine Konservation von Spielern." ( G. Netzer )
"Man darf den Sand nicht in den Kopf stecken." ( L. Matthäus )
"Ich glaube nicht, dass wir das Spiel verloren hätten, wenn es 1:1 ausgegangen wäre." ( U. Hoeneß )

... Um nur einige zu nennen. Wie dem auch sei, der Gedanke, der mir gestern kam hat rein gar nichts mit Fussball zu tun, dafür aber mit anderen Kugeln, die über ein grünes Feld fliegen. Nun gut, eigentlich hatte es auch damit nur wenig zu tun, aber ich sah im Snooker ein Gleichnis zum Leben. Klingt komisch? Ist es auch!

Rolf Kalb sagt gerne, Snooker findet zu über 90% im Kopf statt, genauso wie, dass man sich einfach nur 100% sicher sein muss, dass die Kugel fällt, wenn man abstößt. Wie schwierig das wirklich ist, wissen wohl die Wenigsten, die das hier lesen. Worauf ich jedoch hinaus will ist, dass man im Leben, wie beim Snooker einen Plan braucht, der sich aber jederzeit ändern kann. Man braucht eine Strategie, die jedes Mal, wenn man am Tisch ist, wieder neu angepasst werden muss. Macht man einen Stoß, so sollte man schon im nächsten Moment wissen, welche Farbe man locht, um anschließend wieder auf eine Rote zu kommen. So, oder so ähnlich ist es im Leben. Manchmal ist es egal, wie gut eine Situation läuft, wenn man sich nicht auf die Nächste vorbereitet, kann man nicht punkten.

Und da gibt es anscheinend wirklich Leute, die können das ziemlich gut. Sie planen voraus, können sich anpassen, wenn ihnen ein Snooker in den Weg gelegt wird, und machen ihre Punkte mit einer eiskalten Präzision. Ich weiß nicht, ob man im Leben für so etwas lange üben muss, jedoch kann wahrscheinlich kein Mensch von Anfang an sämtliche Techniken, die man braucht, um mit einer hohen Punktzahl durch's Leben zu kommen. Ich gehöre sowieso zu den Leuten, bei denen nie das passiert, was sie sich vorher im Kopf überlegt haben. Sei es nun, dass ich eine Kugel anspiele, und der Spielball rollt über den gesamten Tisch um anschließend butterweich in die gegenüberliegende Ecktasche zu fallen ( Vier Punkte für den Gegner ), ohne, dass ich dies hätte irgendwie vorausahnen können, oder einfach im Leben, wo man Dinge tut, die dann nicht zu dem führen, was man sich gedacht hat. Das klingt jetzt sehr allgemein, aber weiter ins Detail gehen ist einfach nicht nötig.

Nun ja, Gleichnisse, oder Vergleiche funktionieren selten wirklich gut, ich hoffe aber trotzdem, dass meine Strategie irgendwann auf geht und ich ein Maximumbreak schaffe, quasi den Jackpot des Snookers. Aber das wird wohl ein Traum bleiben, zumindest wenn ich nicht doch irgendwann konzentrierter ans Werk gehe beim Snooker spielen.

A man can dream though, a man can dream...

H.J. Farnsworth

5 Kommentare:

Robby hat gesagt…

Und jetzt musst du nur noch auf den entscheidenden Punkt kommen... ;)

Max hat gesagt…

Der da wäre? Oder muss ich das selber raus finden?

Anonym hat gesagt…

very nice... gefällt mich doll sehr ;) du weißt ja von wem

Robby hat gesagt…

Natürlich musst du es selbst herausfinden ;) Wo wäre denn da sonst der Spaß? :D

Anonym hat gesagt…

so...habs gelesen :)